PIMP MY TOWN - DEIN HILDESHEIM NOCH SCHÖNER!

„Petri Heil!

Die „Raumsauger“ angeln Wünsche in der Innenstadt

 

Es fühlt sich gut an, hier zu sitzen“, sagt Carmen Waack von oben herab. „Sechs Stunden lang in der Fußgängerzone, ohne irgendwo hin zu müssen. Das nimmt auch spürbar die Hektik raus.“ Und tatsächlich umgibt sie und ihre Kollegen eine Aura der Entspannung. Die sitzen da, als wäre es völlig normal, als gehörten sie ganz selbstverständlich ins Bild der Innenstadt. Fünf junge Menschen hocken auf fünf Hochsitzen, die nicht zufällig zwischen den beiden Filialen einer gewissen maritimen Schnellrestaurantkette aufgestellt sind. Hier wird nämlich geangelt, und zwar im tatsächlichen Sinne des Wortes.

Es ist das um Hildesheim so besorgte „Raumsauger“-Projekt, genauer gesagt die gewitzte „Pimp my Town“-Gruppe, die im Rahmen einer ihrer Aktionen vorher gesammelte Wünsche von Hildesheimer Bürgern erfüllt. Eine Zufallsauslosung hat den Wunsch „Wir brauchen große Fische“ aufs Tapet gebracht, und schon wird er umgesetzt.

An den fünf Hochständen wird man dazu verlockt, auf kleinen, bereitgelegten Zetteln Persönliches aufzuschreiben und an die Angelköder zu heften. Die angehenden Kulturwissenschaftler holen dann die Schnüre ein und die Fische an Land. Um verschiedene Themen geht es: Glücksmomente werden gesucht und Investoren, Projekte für die Stadt, schöne Plätze Hildesheims und spektakuläre Coups.

(...)Besonders Malte Pfeiffer hat es mit den Fruchtgummiködern schwer auf seinem Posten, sucht er doch sehr Konkretes – Investoren. „Da fischt man hauptsächlich auf dem Trockenen.“ Die Beute, die bei ihm angebissen hat, bietet zumeist Wunschvorstellungen, von denen man nicht sicher sein kann, ob sie von Kinderhand geschrieben worden sind oder schlicht zum Ausdruck bringen, dass nur noch das Unwahrscheinlichste zum Hoffen Anlass bietet. Potentielle Investoren für Hildesheim? Angela Merkel. Oder Dagobert Duck.“

 

Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 24. Oktober 2006

PRESSESTIMMEN

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Drei Stadtraum-Interventionen und ein Dokutainmentfilm von Gernot Wöltjen

 

Projektzeitraum vom 8. bis 28. Oktober 2006 während des Raumsauger-Festivals in Kooperation mit dem Kunstverein Hildesheim, Stadttheater Hildesheim und tanzsehen-selbertanzen.

Dokutainmentfilm-Premiere am 15. Dezember 2006 im Wunschpavillion des Stadttheaters Hildesheim

 


700 Eicheln für Hildesheim

Freitag gibt‘s Fisch!

Tanztour.lokal