POWER OF PUSSY - EINE UNENDLICHE GESCHICHTE DES FEMINISMUS
„nicht nur hochpolitisch, sondern vor allem amüsant, provokant und
so sinnlich, dass man es sogar mit den Händen greifen kann.“
Braunschweiger Zeitung
Premiere am 4. September 2009 im LOFFT Leipzig
Von und mit der Fräulein Wunder AG: Anne Bonfert, Melanie Hinz, Verena Lobert, Vanessa Lutz, Malte Pfeiffer, Carmen Waack. Ausstattung: Verena zu Knyphausen. Lichtdesign: Christian Meinke. Video: Gernot Wöltjen (doktales).
PRESSESTIMMEN
„Wie die Theatergruppe Fräulein Wunder AG ihre Feminismus-Zeitreise "Power Of Pussy" erzählt, das ist nicht nur hochpolitisch, sondern vor allem amüsant, provokant und so sinnlich, dass man es sogar mit den Händen greifen kann. (...)
Der Fräulein Wunder AG gelingt mit "Power Of Pussy" ein anregender, vielschichtiger und persönlicher Theaterabend. Kämpferisch wie eine Protestkundgebung, dabei aber so herrlich durchtrieben und komisch, dass es den Beigeschmack dokumentarischer Nüchternheit immer wieder einfach wegbläst.“
Tim Meyer,„Amüsant, provokant und sehr intim“ In: Braunschweiger Zeitung, 21. Oktober 2009.
„Die „Fräulein Wunder AG“ ist der klassische Ausbrecher aus einem Universum, das Hoch- und Popkultur, Kulturvermittlung und Unterhaltung, trennt. (...)
Dabei kommt die Trash-Alliteration The Power of Pussy. Eine unendliche Geschichte des Feminismus im Titel kämpferischer daher, als die Produktion es letztendlich einlöst. Das mag zunächst wie eine Schwäche klingen, ist aber eine große Stärke. In Wahrheit geht es vor allem um eines: künstlerische Grenzen zu überwinden. Paradigmen der heteronormativen Gesellschaft mit Burlesque-Einlagen zum Rap der selbsternannten Akademikerinnen-Schlampe „Lady Bitch Ray“ zu unterlaufen.
The Power of Pussy erschafft eine ganz eigene Bühnen-Ästhetik, die dem Regietheater zwar den lackierten Mittelfinger zeigt, aber weitestgehend ohne die klassischen Körperflüssigkeiten-Sauereien des oftmals bemüht provokanten Avantgardetheaters auskommt.“
Stephanie Drees, „Ewig lockt das Schamhaartoupé“ In: Der Freitag, 7. September 2009.
„...Ein überwiegend unterhalsamer Streifzug durch die Welt des Feminismus. (...) Mitunter wirkt das Chaos durchdacht und führt zu herrlichen absurden Szenen. So versucht Carmen Waack mittels Mixer und Tomaten statistische Erhebungen zur Chancen-Gleichheit am Arbeitsmarkt zu demonstrieren Übrig bleibt ein Haufen Tomatenmatsch und das Sprüchlein von der fehlenden Gewähr.
Andere herausragende Momente sind Malte Pfeiffers Monolog über den Neuen Mann, Melanie Hinz beim Zitieren von Valerie Solanas‘ Manifest Zur Vernichtung der Männer und vor allem Vanessa Lutz‘ großartiger Tanz während simultan Charleston-Musik und ein pop-feministischer Fäkal-Hiphop laufen.“
Janna Kagerer: „Feminismus im Weltall“ In: Leipziger Volkszeitung, 7. September 2009.
"Ja, hier ist noch einmal alles Politische privat und alles Private politisch [, und das bedeutet, dass sowohl echte als auch falsche Genitalien zum Einsatz kommen, um dies zu unterstreichen.] Am Ende wird noch feierlich ein BH verbrannt, und eine ziemlich aufregende Zeit- und Zitatenreise löst sich in ratlosem Rauch auf. Denn das ironische, virtuos kombinierte Spiel mit den Versatzstücken der weiblichen Protestkultur hat vor allem eines deutlich gemacht: Sie fliegt noch, die Tomate. Sie hat ihr Ziel noch lange nicht erreicht.“
André Mumot: "Angriff der Killertomaten. Fräulein Wunder AG macht aus der Geschichte der Frauenbewegung furioses Kulturwissenschaftstheater." In: Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 21. November 2009.
Eine KOPRODUKTION mit LOFFT Leipzig, Kühlhaus Flensburg, Theaterhaus Hildesheim und Stiftung Leben und Umwelt. Heinrich Böll Stiftung Niedersachsen.
GEFÖRDERT VON der Stadt Leipzig, dem Landschaftsverband Hildesheim, und dem Förderverein Gerda-Weiler-Stiftung für feministische Forschung www.gerda-weiler-stiftung.de. Das Gastspiel in Flensburg wird zusätzlich unterstützt durch den NPN-Theater und den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie von den Kultur- und Kunstministerien der Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen. MEDIENPARTNERSCHAFTEN: Missy Magazine und TAZ - die tageszeitung.
Dank an Addi Nadeln für die Stricknadeln, Hermanns Tomaten und Hübler Fruchthandelgesellschaft mbH für die Tomaten.
PARTNER
Der legendäre Tomatenwurf von Sigrid Rüger löste 1968 die zweite Welle der Frauenbewegung aus. "Doch wie weit flog die Tomate wirklich?", fragt sich die Fräulein Wunder AG und rekapituliert in POWER OF PUSSY das kollektive Gedächtnis der alten und neuen "F-Klasse".
Mittels Reenactment, Lecture und Interview entwickelt sie eine subjektive, teils schräge Geschichte des Feminismus und fragt sich: Wie gleichberechtigt leben, arbeiten und lieben? Wie kann ich als
Mann Feminist sein? Haben Pop und Selbstironie den Feminismus lediglich in den Mainstream oder wirklich weiter gebracht? Welche Ereignisse der Frauenbewegung haben noch immer utopisches Potential für die Verwirklichung der Geschlechterdemokratie? Ein Abend auf der Suche nach zeitgemäßen Versionen von Weiblichkeit und Männlichkeit - dokumentarisch, politisch und unterhaltsam.

Deutschland Radio Kultur, September 2009.
Trailer zum Stück